Die Aktivitäten

Das ursprüngliche Ziel, den Abbruch von Bunkerruinen zu stoppen wurde ein Jahr nach der Gründung des Vereins erreicht. Seitdem beteiligt sich der VEWA aktiv an Diskussionen und Maßnahmen um vernünftige Verkehrssicherungsmaßnahmen an Bunkerruinen zu etablieren.
Zudem ging es von Beginn an auch um die Erforschung der Reste des Westwalls. Diese erfolgte in erster Linie durch kleine Gruppen, die konsequent Teile der Befestigungslinie abgingen. Eine große Hilfe dabei war der Geologe Dr. Karl Ludwig, der amerikanische Luftbilder fachmännisch auswertete. Vorsitzender Dr. Backes dagegen konzentrierte sich - neben Begehungen - auf die Befragung von Zeitzeugen. In Kombination mit der Auswertung deutscher und amerikanischer Literatur sowie der Luftbilder konnte so für bestimmte Westwall-Bereiche ein umfassendes Bild vom Aussehen der Verteidigungslinie und der historischen Ereignisse gewonnen werden. Dr. Ludwig hielt im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Ortsgruppe des Historischen Vereins der Pfalz zwei Vorträge in Bad Bergzabern. Der Besucheransturm überraschte die Organisatoren und belegt das breite Interesse am Westwall. In den Jahren 2005 und 2006 beteiligte sich der Verein zudem mit Führungen in Steinfeld und Oberotterbach am Tag des Offenen Denkmals. 2011 erschien das Buch "Leben und Sterben am Westwall".

Der Verein arbeitet eng mit der rheinland-pfälzischen Denkmalpflege zusammen. Günther Wagner, Besitzer des Westwall-Museums in Pirmasens-Niedersimten, der im Auftrag der Denkmalpflege die Westwall-Reste in Rheinland-Pfalz erfasst, ist Mitglied in unserem Verein. Für das eigentliche "Vereinsleben" blieb bei all diesen Aktivitäten bisher leider nur wenig Zeit. Erschwert werden regelmäßige Treffen auch dadurch, dass die Mitglieder eben nicht an einem Ort wohnen, wie es beispielsweise bei Sportvereinen der Fall ist. Immerhin konnten einige Exkursionen durchgeführt werden, wovon eine ins einzig erhaltene B-Werk im saarländischen Besseringen führte.