Diese den Westwall mitprägende Hindernisform entstand im Sommer 1938 in den Wirren des Limesbauprogramms als Improvisation. Durch die für Militär und Industrie überraschende Anforderung, in wenigen Monaten eine befestigte Zone von Aachen bis Basel zu bauen, drohte vieles knapp zu werden. Darunter auch das speziell ausgesuchte und behandelte Rundholz, das bislang für Pfahlhindernisse gegen Kampfwagen genutzt wurde. So entstand aus dem fünfreihigen 'Mittleren ansteigenden Pfahlhindernis' das vierzügige Höckerhindernis aus Stahlbeton.
Die Breite von 7,25m, mit Höckern bis zu 100 cm Höhe und der daraus folgenden Einschränkung "Nur sicher gegen Panzerkampfwagen bis 20 t", die sich auch nur bedingt erfüllte, führten 1939 zur Einführung des größeren Typs 1939, aber inzwischen waren 91 km davon gebaut worden.
(vergl. BETTINGER & BÜREN, 1990)
Es gibt von der Grundform zwei subtile Varianten, die sich um die Lage der Querfundamente unterscheiden. Diese kommen in benachbarten Abschnitten in der gleichen Region vor, also möglicherweise handelt es sich um versehentliche, unterschiedliche Interpretationen der Bauzeichnung.

Bauform 868:

Bauform 1689:

* Der Bauformenkatalog von Patrice Wijnands steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht kommerziell 4.0 International Lizenz.