Willkommen beim VEWA e.V.
Verein zur Erhaltung der Westwall-Anlagen
Der Verein für Denkmal- und Naturschutz am Westwall
* Coming soon *
Mit der VEWA-App (nur für Android) wird die Möglichkeit geboten, ausgewählte Relikte der Westbefestigungen/des Westwalls oder des Luftschutzes/Zivilschutzes gegen eine Karte (standard OpenStreetMap) darzustellen, zusammen mit einer vorgeschlagenen Route, um diese zu Fuss oder mit dem Fahrrad zu erkunden.
Die App ist ein Beitrag zu einem verantwortungsvollen Kompromiss zwischen der Veröffentlichung von ausgewählten Standorten (und Trassen) um diese zu erklären, und der Rücksicht auf Standorte, die Publikumsverkehr aus Gründen des Artenschutzes, des Denkmalschutzes, der Verkehrssicherung oder aus anderen Belangen und Gründen nicht vertragen. Nicht jeder Bunker gehört ins Internet.
Mehr dazu:
Über die Veröffentlichung von Standortdaten von modernen Denkmälern
Das Für und Wider einer staatlichen Veröffentlichung

In der App sieht das dann so aus (siehe unten):
1) Die rote, grüne, blaue oder graue Linie ist hier die Höckerlinie, je nach Zustand. Die Farben folgen der Legende nach Metadaten: Legende geo_Bunkerliste_Poly.
Alle dargestellte Punkte und Linien sind anklickbar, also Bunker enthalten den Regelbau, Höckerhindernisse den Typ.
Mit zwei Fingern kann man ein- oder auszoomen, mit einem Finger verschieben.
2) Die rosa Linie ist die Route.
Die enthält ein Feld worin "zu Fuss" oder "Fahrrad" steht.
3) Ganz rechts unten ist ein Button, womit man auf die eigene GPS-Position zentrieren kann.
4) Rechts oben in der Karte ist ein Nordpfeil. Wenn man darauf tippt, wird die Karte genordet.
5) Mit dem Button ganz rechts oben kann man Dateien einlesen.

Kartenausschnitte: © OpenStreetMap contributors
Die App ist allgemein gehalten, sie ist nicht für ein bestimmtes Gebiet, sondern wird je Gebiet mit vier Dateien gefüllt:
- Eine Datei mit der Route.
- Eine Stil-Datei für die Darstellung.
- Eine Datei mit Bunkern oder (Höcker-) Hindernissen.
- Eine Stil-Datei für die Darstellung.
Die App ist nicht in einem Playstore erhältlich, sondern wird als nur für Android installierbare APK zur Verfügung gestellt.
Wichtig: Die Installation und Nutzung der App geschieht auf eigene Gefahr und Haftung. Der Support ist beschränkt.
So geht man vor:
1) Die APK downloaden (56 Mb).
2) Die APK installieren, indem man sie antippt. Wer nachlesen will, wie man Apps außerhalb von Playstores installiert:
https://www.test.de/Apps-als-apk-Dateien-So-klappt-das-Installieren-4783239-0/

3) Die App starten.
4) Auf den Button rechts oben tippen, das öffnet den Dialog "Layer verwalten".

5) Mit "Routen importieren" gelangt man in den gleichnamigen Dialog:
5a) Mit "GPKG-Datei auswählen" eine Datei mit ein oder mehreren Routen angeben.
5b) Mit "Stil-Datei wählen" kann man die zugehörige Stil-Datei angeben.
5c) Mit "Importieren" werden die beiden Dateien eingelesen.

6) Dann zurück zu "Layer verwalten".
7) Auf "POIs importieren" tippen, das öffnet den gleichnamigen Dialog.
7a) Mit "GPKG-Datei auswählen" eine Datei mit Bunkern und/oder Hindernissen angeben.
7b) Mit "Stil-Datei wählen" kann man die zugehörige Stil-Datei angeben.
7c) Mit "Importieren" werden die beiden Dateien eingelesen.
(7d Die Option "Graphics-Ordner wählen" wird später noch genutzt.)

8) Zweimal zurück und dann ist man wieder in der Kartenanzeige.
9) Zum gewünschten Gebiet zoomen und lost;-) geht es!
Patrice Wijnands - VEWA e.V.
* Alle Kartenausschnitte: © OpenStreetMap contributors

Diese Grafik stellt den Ablauf der Freilegungen (hauptsächlich in Baden-Württemberg) in den Jahren 2010 bis 2026 in aggregierter Form dar. Das Ziel ist, dass bei zukünftigen Projekten alle Beteiligten von Beginn an einen Überblick darüber erhalten, welche Schritte typischerweise zu erwarten sind und welche Entwicklungen sich daraus ergeben können.
Patrice Wijnands - VEWA e.V.
In der BAMA liegen sogenannte „Abrechnungszeichnungen“ von Bunkern der Neckar-Enz-Stellung aus den Abschnitten Ja (Jagstfeld) und Ko (Kochendorf). Viele dieser Bauwerke existieren heute nicht mehr oder sind nicht mehr zugänglich. Die Zeichnungen bieten jedoch nicht nur einen Einblick in die typologische Formenvielfalt des Befestigungsbaus im Übergang von der Reichswehr zur Wehrmacht, sondern auch in den mitunter nahezu künstlerischen Anspruch der damaligen Zeichner.
Die Neckar-Enz-Stellung ist die älteste „Bunkerlinie“ in der heutigen Bundesrepublik. Sie entstand in einer Phase, in der das Deutsche Reich seine militärischen Fähigkeiten für kommende Eroberungskriege noch aufbaute und bestehende Verteidigungskonzepte der Weimarer Republik baulich umsetzte.
Diese Bauwerke sind Teil des Kulturdenkmals „Westbefestigungen“ und somit denkmalgeschützt. Umso wichtiger ist es, für sie aussagekräftiges Dokumentationsmaterial anzulegen, in dem Grundriss, Typologie, Geschichte und heutiger Zustand zusammengefasst werden. Diese Daten fließen in die Denkmaldatenbanken ein und können bei Interessenkonflikten mit anderen Belangen angemessen berücksichtigt werden. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zum dauerhaften Erhalt.
Ein wichtiger Schritt ist die Digitalisierung der Grundrisse in ein CAD-fähiges Format, um sie in vereinfachter und verständlicher Form darzustellen. Wer hierbei mitarbeiten möchte, kann sich gerne bei mir melden. Auf Anfrage stelle ich auch einzelne Zeichnungen zur Verfügung.
Wer sich mit Luftschutzanlagen befassen möchte: Im MARCHIVUM befinden sich zahlreiche Pläne der Mannheimer Hochbunker und LS-Räume, viele davon bereits digitalisiert. Auch hier ist die Erstellung verständlicher CAD-Pläne mit Darstellung des aktuellen Zustands ein wichtiger Beitrag zur Dokumentation und zum langfristigen Erhalt.
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Patrice Wijnands - VEWA e.V.
Eine Maximierung der Schließzeiten an Stollen- und Bunkeranlagen liegt im Interesse aller Beteiligten. In der Praxis zeigt sich jedoch zunehmend, dass bestehende Sicherungsmaßnahmen an solchen Bauwerken – insbesondere Gitter, Gittertüren, Fledermaustore und Betonplomben – verstärkt Ziel von Einbrüchen und Vandalismus werden.
Betroffen sind insbesondere erhaltene Anlagen, die aus Gründen der Verkehrssicherung mit folgenden Maßnahmen gesichert wurden:
In den letzten Jahren häufen sich dabei folgende Schadensbilder:
Solche Beschädigungen führen regelmäßig zu einem monatelangen Ausfall der Sicherungswirkung, da Zuständigkeiten geklärt, Mittel bereitgestellt und Reparaturen organisiert werden müssen. In dieser Zeit besteht unkontrollierter Zugang zu den Anlagen.
Dies hat mehrere problematische Konsequenzen:
Diese Praxis ist weder aus Sicht der Verkehrssicherung noch des Denkmal- oder Naturschutzes sinnvoll. Der VEWA e. V. verurteilt entsprechende Eingriffe ausdrücklich als Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch.
Die bislang verbreitete Strategie der „maximalen Widerstandsfähigkeit“ erweist sich zunehmend als ungeeignet:
Statt maximal widerstandsfähiger Sicherungen wird vorgeschlagen, Sicherungsmaßnahmen rational angemessen auszulegen. Ziel ist es, eine schnelle, kostengünstige und unbürokratische Wiederherstellung der Sicherungsfunktion zu ermöglichen.
Mögliche Maßnahmen sind:
Ziel dieser Strategie ist es,
Eine Abkehr von maximaler Widerstandsfähigkeit hin zu rationaler Angemessenheit stellt aus fachlicher Sicht einen praktikablen, wirtschaftlichen und sicherheitsrelevanten Ansatz dar.
Patrice Wijnands - VEWA e.V.
Wenn denkmalgeschützte Reste eines Westwallbunkers warum auch immer entfernt werden müssen, ist eine Infotafel eine oft angewandte Auflage. Die trägt dazu bei, dass das Thema "Westwall" und seine Verflechtung mit der NS-Ideologie besser bekannt wird und NS-Propagandamythen hinterfragt werden.
Ort: Landesgartenschaugelände, Neuenburg am Rhein, seit 2022.
Patrice Wijnands - VEWA e.V.