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NATO-Anlagen in der Pfalz

Zeitweise waren bis zu 127 000 amerikanische, französische und deutsche Soldaten in Rheinland-Pfalz stationiert. Dazu kamen 100 000 Familienangehörige der Streitkräfte. Rheinland-Pfalz galt wegen der sieben US-Flugplätze als "Flugzeugträger der NATO". Drei befinden oder befanden sich in der Pfalz: Zweibrücken, Sembach, Ramstein. Die Pfalz diente zudem als Waffenlager der NATO. Hier war Material gelagert, mit dem Truppen ausgerüstet werden sollten, die man im Kriegsfall eingeflogen hätte. Auf weiten Strecken war der Wald durch Zäune abgesperrt, und auf Schildern wurde im Falle des Betretens Schusswaffengebrauch angedroht. Auf dem Areal des Flugplatzes Ramstein und im Lager Fischbach bei Dahn warteten Atomwaffen auf ihren Einsatz, und im Lager Clausen (bei Pirmasens) hatte die US-Armee ihre gesamte europäische Giftgas-Munition eingebunkert. Rund 50 000 Zivilbeschäftigte arbeiteten in Rheinland-Pfalz für die NATO-Truppen, ein immens wichtiger Faktor in den meist strukturschwachen Gebieten. Andererseits bremste der enorme Flächenbedarf der Streitkräfte die Entwicklung der betroffenen Regionen. So wurden in der Westpfalz (Städte Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken sowie in den Landkreisen Kaiserslautern, Kusel, Pirmasens und Donnersbergkreis) rund zehn Prozent der Gesamtfläche für militärische Zwecke beansprucht (30 000 Hektar).

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