Wem gehören die Bunker?

Die Westwall-Bunker gehören dem Deutschen Bund, als Nachfolger des Deutschen Reiches, und werden von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet. Die Eigentumslage ist dabei komplex: Nur die Bausubstanz, also quasi "der Beton", gehört dem Bund. Das Grundstück darunter gehört weiterhin dem Grundstückseigentümer.
Beim Verkauf des Grundstücks wechselt also der Eigentümer des Bunkers nicht. Das bedeutet, dass die BImA auch weiterhin für die Verkehrssicherung an Bunkern sorgen muss.

Erst wenn die BImA explizit einen Kaufvertrag geschlossen hat, wechselt der Bunker den Eigentümer. Das passiert in der Praxis jedoch nur, wenn der Käufer das Grundstück darunter ebenfalls kaufen kann.
Ein ganz besonderer Fall ist darin Rheinland-Pfalz, wo seit dem 1.10.2014 die Westwall-Bunker im Besitz des Landes sind.

Westwall-Stollen sind oft ebenfalls im Besitz des Bundes, teilweise ohne die Grundstücke darüber.

Private/betriebliche Luftschutzstollen gehören jedoch in der Regel dem/den Grundstückseigentümer/n, die damit auch für die Sicherung verantwortlich sind (und das verständlicherweise gar nicht gerne hören). Auch betriebliche und private Luftschutzbunker liegen weiterhin in Händen der Grundstückseigentümer.

Nur ehemals öffentliche Luftschutzanlagen (Hochbunker/Tiefbunker/Luftschutzstollen) sind ebenfalls in vielen Fällen im Besitz des Bundes, wurden zu einem erheblichen Anteil in der Zeit des Kalten Krieges für den Zivilschutz hergerichtet, und werden seit 2004 aus der Zivilschutzbindung entlassen. Das führt noch immer zu einem Rückbau der Einrichtung und Verkauf der Bunker, die entweder umgenutzt, umgebaut oder sogar aufwendig abgebrochen werden.