Warum wurde aus Verkehrssicherungsgründen abgebrochen?

Die Bundesrepublik Deutschland ist als Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches auch Eigentümer der von ihm gebauten Bunker (und in der Regel nicht der Grundstücke). Damit haftet die Bundesrepublik auch für die Verkehrssicherung an Bunkern und Bunkerruinen. Eine einfache, von Anfang an und heute noch immer praktizierte Maßnahme ist die Einzäunung.
Für Gemeinden, Grundstückseigentümer, Landwirte und Forstverwaltung waren diese Ruinen jedoch immer eine Last, und das Bundesfinanzministerium versuchte deshalb mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt diese zu lindern und sich zeitgleich ihrer Verkehrssicherungspflichten zu entledigen. So entstand eine Routine, die als angeblich wirtschaftlichste Methode der Verkehrssicherung eigentlich immer nur Abbruch und Übererdung vorsah. Das änderte sich ab den späten 1970-ger und 1980-ger, als auch andere Gesichtspunkte wie Denkmalwert oder Biotopfunktion in Betracht gezogen wurden.
Dieser Konflikt zwischen Naturschutz und Denkmalschutz einerseits, und Verkehrssicherung andererseits besteht aber weiterhin.