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Ein Beispiel von dem, was man lieber nicht tut

Stellen Sie sich vor, dass ich das Dokumentationsblatt von diesem Bunker unter Nennung der korrekten Nummer, Ortsangaben und/oder Koordinaten im Internet, vielleicht sogar als spannenden Geocache veröffentlichen würde. Was kann dann passieren?

 

  • Zwangsläufig zieht man mehr Besucher an. Das wollte man doch erreichen? Das kann man haben: Je mehr Publikumsverkehr erzeugt wird, desto stärker werden Fahrspuren, Trampelpfade und Müllablagerung gebildet und das schadet die Vegetation.

  • Als Folge fühlen sich manche Tierarten gestört und meiden ihren dortigen Nestplatz, Liegekuhle oder Jagtrevier.

  • Anwohner, Grundstückseigentümer, Pächter, Landwirte, Jäger oder Förster fühlen sich gestört und versuchen den Publikumsverkehr zu unterbinden. In der Vergangenheit reichte in einigen Fällen ein Beseitigungsantrag beim Bundesvermögensamt um den Abbruch herbei zu führen. Andernorts greift man noch immer zur Selbsthilfe und schüttet Zugänge mit Erdreich oder Holzabfällen zu.

 

Es ist naiv zu glauben, dass ein Bunkerbild, eine Google Earth KML-Datei oder ein Forumsbeitrag nicht schaden kann. Viele (private) Grundstückseigentümer schauen sich ihren Besitz in Google Earth an. Können Sie sich vorstellen, wie schnell zugeschüttet wird, wenn jemand anders mit einem GPS-Punkt und schönen Bildchen für den Bunker auf diesem Grundstück "wirbt" und eine Woche später der Zaun aufgebrochen wird?

 

 

Patrice Wijnands - VEWA e.V.